Was ist ein Jakobsschaf? (Jakobsschaf)

Das Jakobsschaf verdankt seinen Namen der biblischen Geschichte von Jakob. Zur Belohnung durfte Jakob alle gefleckten Schafe aus Labans Herde aussortieren und behalten. Leider ist nicht bekannt, woher das Jakobsschaf ursprünglich stammt. Bekannt ist, dass es diese Schafe schon vor der uns bekannten Zeit gab. Das Lammfell kann verschiedene Farben haben. Die Unterseite des Vlieses ist weiß, aber das Schaf hat oft dichte braune oder schwarze Flecken auf dem ganzen Körper. Die meisten Schafe haben die Farbe Weiß mit Schwarz.

Was sind die Merkmale des Jakobsschafs?

Das Jakobsschaf ist klein, aber kräftig gebaut und hat einen breiten, geraden Rücken. Von Natur aus ist das Jakobsschaf etwas scheu. Das Tier kann gut auf mäßigen Gräsern überleben. Der Kopf des Jakobsschafs hat keine Wolle, sondern kurze, weiche Haare. Auch dieses Schaf hat eine Blesse auf dem Kopf. Die Blesse ist der weiße Streifen, der über den Kopf des Tieres verläuft.

Die Farbe der Wolle kann weiß mit braun oder weiß mit schwarz sein. Die dunklere Wolle sollte einen guten, engen Randabstand haben, so dass schöne Flächen zu sehen sind. Die Farben sollten nicht vermischt werden, und es ist auch wünschenswert, dass sich unter der weißen Wolle keine dunkle Haut befindet. Die Wolle eines Lammes ist noch sehr fein, später, wenn das Schaf älter wird, wird die Wolle gröber. Die Länge der Wolle kann zwischen ± 7 cm und ± 15 cm variieren.

Ein ausgewachsener Widder wiegt etwa 80 bis 100 Kilogramm. Ein ausgewachsenes Mutterschaf wiegt etwa 40 bis 60 Kilogramm. Ein Mutterschaf kann zwei Lämmer auf einmal zur Welt bringen, manchmal werden aber auch drei Lämmer geboren. Das Jakobsschaf ist auch eine recht fruchtbare Rasse. Geburtsfehler sind bei dieser Rasse sehr selten. Sie können ihre Lämmer problemlos ohne die Hilfe eines Tierarztes fertigstellen.

Das auffälligste Merkmal des Jakobsschafs sind seine Hörner. Sowohl Schafböcke als auch Mutterschafe können Hörner haben, die von zwei bis sechs reichen können. Die Hörner können klein oder sehr groß sein und es gibt sie in vier verschiedenen Formen. Ein Schaf kann zwei kleine, nach hinten gerichtete Hörner haben. Er kann auch zwei große Hörner haben, die spiralförmig um die Ohren wachsen. Das Schaf kann auch vier Hörner haben, zwei große Hörner, die oben auf dem Kopf sitzen und gerade nach oben wachsen, und zwei Hörner, die seitlich am Kopf wachsen, oft mit einer leichten Krümmung nach vorne. Ein Schaf kann auch sechs Hörner haben, aber das ist sehr selten. Es gibt auch gefleckte Jakobsschafe.

Die Geschichte der Jakobsschafe

Der Ursprung des Jakobsschafs ist nicht bekannt. Es handelt sich um eine Schafrasse aus der Antike, die schon seit vielen Jahren auf der Erde umherstreift. Aus Dokumenten und Quellen geht hervor, dass Flecken- und Dickhornschafe schon vor etwa dreitausend Jahren auf dem Gebiet des heutigen Syrien und seiner Umgebung lebten. Auch ägyptische Wandmalereien aus dem Jahr 1800 v. Chr. und sizilianische Töpferwaren aus dem Jahr 600 v. Chr., auf denen Schafe mit großen Hörnern abgebildet sind, wurden als Beweise gefunden. Ausgrabungen und Forschungen haben gezeigt, dass das Jakobsschaf von sehr alten Schafrassen abstammt. Bei verschiedenen Ausgrabungen wurden Knochen und Schädel gefunden, die große Ähnlichkeit mit den heutigen Jakobsschafen haben. Über dieses Schaf wurde auch in der Geschichte von Jakob geschrieben. Zwei Jakobsschafe sind in Peter Paul Rubens' Werk "Die Versöhnung von Jakob und Esau" aus dem Jahr 1624 abgebildet.

Um 1900 hatten die Jakobsschafe nur einen geringen Handelswert. Die meisten Schafe wurden damals als Weidevieh genutzt, das Tier wurde damals auch "Parkschaf" genannt. Aufgrund des mangelnden Interesses drohte das Jakobsschaf auszusterben. Im Jahr 1969 beschloss eine Gruppe von Schafzüchtern und Wissenschaftlern, diese Tiere weiterzuzüchten, um die Rasse zu erhalten. Heute steht die Schafrasse nicht mehr auf der Liste der bedrohten Arten.